FICHTEN-REIZKER (Lactarius deterrimus)

Haberl B; Zilker Th 2000

BESCHREIBUNG
Hut: 5-10 cm Durchmesser, jung gewölbt mit eingerolltem Rand, dann trichterförmig, meist leuchtend orange aber auch oft mit grünen Farbtönen, manchmal kreisförmig gezont.
Lamellen: orange, dichtstehend, am Stiel herablaufend, auf Druck grünfleckend. Sporenpulver hellocker.
Stiel: 3-6 cm lang, orangefarben, ohne grubige Vertiefungen.
Fleisch: blassgelblich, alt grünlich
Milchsaft: karottenrot, nach 20 Minuten weinrot, milder Geschmack.
TYPISCHE MERKMALE: Mittelgrosser Lamellenpilz mit meist kräftig orangen Farben und oft grünlichen Tönen auf dem Hut, Lamellen grünfleckend, Milchsaft zunächst karottenrot, später weinrot verfärbend, Standort unter Fichten.

VORKOMMEN
August bis November in Fichtenwäldern, häufiger Pilz.

WERT
Speisepilz, häufig von Maden befallen.

VERWECHSLUNGSMÖGLICHKEITEN
GIFTIGE DOPPELGÄNGER:
Birken-Reizker (Lactarius torminosus) hat blassrote Farben, einen filzigen Hut und einen fransig-wolligen Hutrand, seine reichliche Milch ist weiss und scharfschmeckend, ausserdem wächst er unter Birken.
ESSBARE DOPPELGÄNGER:
Echter Reizker (Lactarius deliciosus) sieht ihm recht ähnlich, wächst jedoch bei Kiefern. Sein Stiel und oft auch der Hut, haben grubige Vertiefungen, der ebenfalls karottenrote Milchsaft verfärbt sich nicht weinrot.
Lachsreizker (Lactarius salmonicolor) ist lachsfarben und nicht kräftig orange gefärbt. Er zeigt keine oder nur ganz schwache grüne Farben, ausserdem wächst er nur bei Weisstannen.

SYNONYME
Fichtenreizker; Lactarius deterrimus;

GRUPPENZUGEHÖRIGKEIT
Pilze; Speisepilze; Milchlinge; Lactarius spp; Reizker

LITERATUR

1. Bresinsky A; Besl H: Giftpilze Ein Handbuch für Apotheker, Ärzte und Biologen. Wissenschaftlicher Verlagsgesellschaft Stuttgart 1985


2. Breitenbach J: Pilze der Schweiz. Verlag Mykologigia Luzern 1991


3. Cetto B: Enzyklopädie der Pilze Band 1-4; BLV Verlagsgesellschaft München Wien Zürich 1987


4. Flammer R; Horak E: Giftpilze. Pilzgifte. Erkennung und Behandlung von Pilzvergiftungen. Sporenschlüssel. Franksche Verlagshandlung, w. Keller + Co Stuttgart 1983


5. Garnweidner E: GU Naturführer Pilze Die wichtigen Pilze Mitteleuropas erkennen und bestimmen. Gräfe und Uncer 13. Auflage 1999


6. Michael E; Henning B: Handbuch der Pilzfreunde. Quelle und Meyer, Heidelberg 1968


7. Moser M: Kleine Kryptogamenflora; Die Röhrlinge und Blätterpilze. Gustav Fischer Verlag; Stuttgart, New York 1978