GIFTIGE TÄUBLINGE


Kleber JJ; Haberl B; Zilker Th 2000




TOXIZITÄT


giftige Täublinge verursachen leichte bis heftige Magendarmsymptome (auch nach genügend langem Kochen)


MERKMALE: alle giftigen Täublinge haben scharfen Saft und verursachen beim Schlecken an dem rohen Pilz Brennen auf der Zunge; es gibt allerdings auch scharfe und trotzdem eßbare Täublinge, so daß nicht im Umkehrschluß gefolgert werden kann, daß alle scharfen Täublinge Magendarmsymptome verursachen




SYMPTOME


15 Minuten bis 2(-4) Stunden nach der Pilzmahlzeit Übelkeit, Magendarmkrämpfe, Erbrechen und Durchfall anhaltend für bis zu 12 Stunden (in schweren Fällen eventuell über Tage)




LATENZZEITEN: 15 Minuten bis 4 Stunden






LAIENHILFE


Bei frühzeitigem Verdacht medizinische Kohle 20-40g (bei Kindern 1g / kg KG); in jedem Fall muß der Erkrankte vom einem Arzt untersucht werden; durch Rücksprache mit einer Giftnotrufzentrale (GIFTNOTRUF MÜNCHEN 089 / 19240) sollte die Nötigkeit weiterer Diagnostik und die Notwendigkeit zur Einweisung in eine Klinik besprochen werden.




ÄRZTLICHE THERAPIE


Siehe Pilzvergiftung mit Magen-Darm-Reizung






VERURSACHENDE TÄUBLINGE


GALLENTÄUBLING (Russula fellea)


SPEITÄUBLING (Russula emetica)


ZITRONENBLÄTTRIGER TÄUBLING (Russula sardonia)




GRUPPENZUGEHÖRIGKEIT


Pilze giftige; Pilze; Pilzvergiftung kurze Latenz; gastrointestinales Pilzsyndrom; Täublinge; Russula spp.;