KRAUSE GLUCKE (Sparassis crispa)

Haberl B; Zilker Th 2000

BESCHREIBUNG
Fruchtkörper: blumenkohlartig, halbkugelig bis kissenförmig, bis zu 30 cm breit, Farbe jung weisslich, dann gelblich, zuletzt hellbräunlich. Aus einem tiefwurzelnden Strunk entspringen mehrere Äste, die sich wiederum mehrfach teilen und zum Ende hin in dichtstehende, breite, blattartige und auffallend wellig-krause Lappen auslaufen.
Fleisch: weisslich, elastisch, würziger Geruch und angenehmer Geschmack.
TYPISCHE MERKMALE: Sehr grosser, gekräuselter, blumenkohlartiger Pilz von blassgelber Farbe, an Kiefernwurzeln wachsend, angenehmer Geschmack und Geruch.

VORKOMMEN
August bis November am Grund von Kiefern (Parasit an Baumwurzel)

WERT
Guter Speisepilz

VERWECHSLUNGSMÖGLICHKEITEN
GIFTIGE DOPPELGÄNGER:
Bauchwehkoralle (Ramaria pallida) unterscheidet sich durch ihren mehr oder weniger senkrecht ästig verzweigten Fruchtkörper, wobei die Ästchenenden schmal auslaufen und jung schwach fleischrötlich gefärbt sind.
ESSBARE DOPPELGÄNGER:
Innerhalb der Gattung Sparassis gibt es noch weitere ähnliche Arten, die jedoch ebenfalls essbar sind. Sie sind aufgrund ihrer Ökologie meist gut ansprechbar.
Tannen-Glucke (Sparassis brevipes)
Eichen-Glucke (Sparassis laminosa)

SYNONYME
Sparassis crispa; Tannen-Glucke; Sparassis brevipes; Eichen-Glucke; Sparassis laminosa;


GRUPPENZUGEHÖRIGKEIT
Pilze; Speisepilze; Korallenpilze; Glucke krause;

LITERATUR

1. Bresinsky A; Besl H: Giftpilze Ein Handbuch für Apotheker, Ärzte und Biologen. Wissenschaftlicher Verlagsgesellschaft Stuttgart 1985


2. Breitenbach J: Pilze der Schweiz. Verlag Mykologigia Luzern 1991


3. Cetto B: Enzyklopädie der Pilze Band 1-4; BLV Verlagsgesellschaft München Wien Zürich 1987


4. Flammer R; Horak E: Giftpilze. Pilzgifte. Erkennung und Behandlung von Pilzvergiftungen. Sporenschlüssel. Franksche Verlagshandlung, w. Keller + Co Stuttgart 1983


5. Garnweidner E: GU Naturführer Pilze Die wichtigen Pilze Mitteleuropas erkennen und bestimmen. Gräfe und Uncer 13. Auflage 1999


6. Michael E; Henning B: Handbuch der Pilzfreunde. Quelle und Meyer, Heidelberg 1968


7. Moser M: Kleine Kryptogamenflora; Die Röhrlinge und Blätterpilze. Gustav Fischer Verlag; Stuttgart, New York 1978