RAUCHBLÄTTRIGER SCHWEFELKOPF (Hypholoma capnoides)

RAUCHBLAETTRIGER SCHWEFELKOPF (HYPHOLOMA CAPNOIDES) Bild 1 
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Haberl B; Zilker Th 2000

BESCHREIBUNG
Hut: Durchmesser 2-6 cm, jung halbkugelig, gewölbt, dann verflachend, öfters stumpf gebuckelt. Farbe maisgelb, Mitte etwas dunkler orangegelb.
Lamellen: jung fast weiss, dann rauchgrau, hellbraungrau,
dichtstehend, ausgebuchtet angewachsen.
Sporenpulver braungrau
Stiel: 2-7 cm lang, schlank, fein längsfaserig, nur jung faserige Ringzone erkennbar. Stiel oben weisslich bis hellgelb, zum Grund hin rotbraun und büschelig verwachsen.
Fleisch: gelblichweiss, angenehmer Geruch und milder Geschmack
TYPISCHE MERKMALE: An Nadelholz büschelig wachsender, gelblicher Pilz mit rauchgrauen Lamellen und milden Geschmack.

VORKOMMEN
Frühjahr bis Spätherbst, büschelig verwachsen und meist in grossen Mengen an verschiedenen Nadelhölzern.

WERT
Guter Speisepilz. Da die Stiele zäh sind, werden nur die Hüte zum Kochen verwendet.

VERWECHSLUNGSMÖGLICHKEITEN
Bestehen vor allem mit ebenfalls büschelig an Holz wachsenden Pilzen.
TÖDLICH GIFTIGE DOPPELGÄNGER:
Nadelholzhäubling (Galerina marginata): sei nur als bekanntester der amatoxinhaltigen Häublinge genannt ! Er ist ein kleiner/zarter Pilz mit durchwegs bräunlichen Farben, einer oft undeutlichen Ringzone, darunter ist der Stiel silbrig überfasert.
Spitzbuckeliger Rauhkopf (Cortinarius rubellus): wächst nicht an Holz und ist ein kräftig orangefuchsig gefärbter Pilz mit zimtbraunen Lamellen und einem spitzen Buckel am Hut.
Orangefuchsiger Rauhkopf (Cortinarius orellanus): unterscheidet sich durch seinen orangefuchsigen, nicht spitz gebuckelten Hut und einem helleren, glatten Stiel und zimtbraunen Lamellen, wächst nicht an Holz.
GIFTIGE DOPPELGÄNGER:
Gruenblaettriger Schwefelkopf (Hypholoma fasciculare) ist der klassische Doppelgänger. Er unterscheidet sich durch seine schwefelgelben Farben an Hut und Stiel, durch die jung schwefelgelben, alt graugrünen Lamellen und seinen bitteren Geschmack.
Ziegelroter Schwefelkopf (Hypholoma sublateritium): wächst ebenfalls büschelig an Holz, ist jedoch auffallend ziegelrot gefärbt
Sparriger Schueppling (Pholiota squarrosa) wächst ebenfalls büschelig an Holz, unterscheidet sich aber gut durch seine rostbraunen, sparrig abstehenden Schüppchen an Hut und Stiel.
ESSBARE DOPPELGÄNGER:
Stockschwaemmchen (Kuehneromyces mutabilis): unterscheidet sich gut durch seinen ockerfarbenen Stiel, der unterhalb des Ringes mit braunen Schüppchen besetzt ist. Es wächst ebenfalls büschelig, meist an Laubholz und hat je nach Witterung einen braungelben Hut mit hellerer Mitte und dunklerer Randzone.
Samtfussruebling (Flammulina velutipes): ist durch seinen schwarzsamtig überzogenen Stiel und ansonsten honiggelben Farben gut zu erkennen.

SYNONYME
Milder Schwefelkopf; Hypholoma capnoides; Nematoloma capnoides;

GRUPPENZUGEHÖRIGKEIT
Pilze; Speisepilze; Schwefelköpfe; Hypholoma spp;

LITERATUR

1. Bresinsky A; Besl H: Giftpilze Ein Handbuch für Apotheker, Ärzte und Biologen. Wissenschaftlicher Verlagsgesellschaft Stuttgart 1985


2. Breitenbach J: Pilze der Schweiz. Verlag Mykologigia Luzern 1991


3. Cetto B: Enzyklopädie der Pilze Band 1-4; BLV Verlagsgesellschaft München Wien Zürich 1987


4. Flammer R; Horak E: Giftpilze. Pilzgifte. Erkennung und Behandlung von Pilzvergiftungen. Sporenschlüssel. Franksche Verlagshandlung, w. Keller + Co Stuttgart 1983


5. Garnweidner E: GU Naturführer Pilze Die wichtigen Pilze Mitteleuropas erkennen und bestimmen. Gräfe und Uncer 13. Auflage 1999


6. Michael E; Henning B: Handbuch der Pilzfreunde. Quelle und Meyer, Heidelberg 1968


7. Moser M: Kleine Kryptogamenflora; Die Röhrlinge und Blätterpilze. Gustav Fischer Verlag; Stuttgart, New York 1978