SAMTFUSSRÜBLING (Flammulina velutipes)

SAMTFUSSRUEBLING (FLAMMULINA VELUTIPES) Bild 1 
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Haberl B; Zilker Th; 2000

BESCHREIBUNG
Hut: Durchmesser 2-10 cm, jung glockig, später flach ausgebreitet, bisweilen wellig verbogen. Hutfarbe gelb bis gelbbraun, gegen Mitte dunkler. Oberfläche glatt,
schmierig-klebrig, im Alter geriefter Hutrand.
Lamellen: weisslich, gelblichweiss, am Stiel angewachsen bis ausgebuchtet. Sporenpulver weiss.
Stiel: 2-10 cm lang, schlank, sehr zäh, an der Stielspitze gelblich, zur Basis hin zunehmend dunkelbraun, braunschwarz
und feinsamtig überzogen Die Basis ist meist verjüngt und wurzelnd.
Fleisch: blassgelb, angenehmer Geruch und Geschmack.
TYPISCHE MERKMALE: Der Pilz erscheint in den Wintermonaten bei milder Witterung meist büschelig (selten einzeln) vor allem an Laubbäumen. Er hat einen honiggelben Hut und einen schwarzsamtigen Stiel.

VORKOMMEN
Oktober bis April besonders in milden Wintermonaten büschelig evtl einzeln wachsend an abgestorbenen oder lebenden Holz, meist an Laubhölzern.

WERT
Guter Speisepilz. Zu Speisezwecken werden die Hüte verwendet, da der Stiel sehr zäh ist.

VERWECHSLUNGSMÖGLICHKEITEN
Bestehen vor allem mit ebenfalls an Holz wachsenden Pilzen.
TÖDLICH GIFTIGE DOPPELGÄNGER:
Nadelholzhaeubling (Galerina marginata) sei nur als bekanntester der amatoxinhaltigen Häublinge genannt ! Er ist ein kleiner/zarter Pilz mit durchwegs bräunlichen Farben, einer oft undeutlichen Ringzone, darunter ist der Stiel silbrig überfasert.
Spitzbuckeliger Rauhkopf (Cortinarius rubellus) wächst nicht an Holz und ist ein kräftig orangefuchsig gefärbter Pilz mit zimtbraunen Lamellen und einem spitzen Buckel am Hut.
Orangefuchsiger Rauhkopf (Cortinarius orellanus) unterscheidet sich durch seinen orangefuchsigen, nicht spitz gebuckelten Hut und einem helleren, glatten Stiel und zimtbraunen Lamellen, wächst nicht an Holz.
GIFTIGE DOPPELGÄNGER:
Gruenblaettriger Schwefelkopf (Hypholoma fasciculare) unterscheidet sich durch seine schwefelgelben Farben an Hut und Stiel, durch die jung schwefelgelben, alt graugrünen Lamellen und seinen bitteren Geschmack.
Ziegelroter Schwefelkopf (Hypholoma sublateritium): wächst ebenfalls büschelig an Holz, ist jedoch auffallend ziegelrot gefärbt
->Sparriger Schueppling (Pholiota squarrosa) wächst ebenfalls büschelig an Holz, unterscheidet sich aber gut durch seine rostbraunen, sparrig abstehenden Schüppchen an Hut und Stiel.
ESSBARE DOPPELGÄNGER:
Rauchblaettriger Schwefelkopf (Hypholoma capnoides) sieht ihm vom Hut her ähnlich, er ist jedoch gut zu unterscheiden durch seinen fein längsfaserigen Stiel, der niemals schwarzsamtig ist.
Stockschwaemmchen (Kuehneromyces mutabilis) wächst ebenfalls büschelig, hat jedoch je nach Witterung einen braungelben Hut mit hellerer Mitte und dunklerer Randzone. Der ockerfarbene Stiel ist unterhalb des Ringes mit braunen Schuppen besetzt und ist niemals schwarzsamtig .

SYNONYME
Samtfuss-Rübling; Winterpilz; Winterrübling; Flammulina velutipes; Collybia velutipes;

GRUPPENZUGEHÖRIGKEIT
Pilze; Speisepilze; Rüblinge; Flammulina spp; Collybia spp;

LITERATUR

1. Bresinsky A; Besl H: Giftpilze Ein Handbuch für Apotheker, Ärzte und Biologen. Wissenschaftlicher Verlagsgesellschaft Stuttgart 1985


2. Breitenbach J: Pilze der Schweiz. Verlag Mykologigia Luzern 1991


3. Cetto B: Enzyklopädie der Pilze Band 1-4; BLV Verlagsgesellschaft München Wien Zürich 1987


4. Flammer R; Horak E: Giftpilze. Pilzgifte. Erkennung und Behandlung von Pilzvergiftungen. Sporenschlüssel. Franksche Verlagshandlung, w. Keller + Co Stuttgart 1983


5. Garnweidner E: GU Naturführer Pilze Die wichtigen Pilze Mitteleuropas erkennen und bestimmen. Gräfe und Uncer 13. Auflage 1999


6. Michael E; Henning B: Handbuch der Pilzfreunde. Quelle und Meyer, Heidelberg 1968


7. Moser M: Kleine Kryptogamenflora; Die Röhrlinge und Blätterpilze. Gustav Fischer Verlag; Stuttgart, New York 1978