SCHOPFTINTLING (Coprinus comatus)

SCHOPFTINTLING (COPRINUS COMATUS) Bild 1 
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Haberl B; Zilker Th 1999

BESCHREIBUNG
Hut: Durchmesser 3-6 cm, Höhe 5-15 cm, jung schmal walzenförmig und Hutrand gegen Stiel gebogen, später wenig aufschirmend und dadurch breiter walzenförmig bis glockig. Oberfläche weiss mit weisslichen bis bräunlichen, sparrig abstehenden, dachziegelartigen, weichen Schuppen bedeckt. Im Alter wird der Hutrand rosa, dann schwarz und zerfliesst.
Lamellen: dichtstehend, nicht am Stiel angewachsen, jung weiss, dann vom Rand her rosa, schliesslich schwarz und einschliesslich des Hutes tintenartig zerfliessend, so dass zuletzt nur der Stiel übrig bleibt. Sporenpulver schwarz
Stiel: 10-20 cm lang, schlank, innen hohl, zur Basis hin schwach knollig verdickt, der vergängliche, tiefsitzende Ring ist weiss.
Fleisch: weiss, weich, milder Geschmack
TYPISCHE MERKMALE: Sehr grosser, walzenförmiger Lamellenpilz mit weissen Hut und sparrig abstehenden, bräunlichen Schuppen. Die zuerst weissen Lamellen färben sich von unten her rosa, zuletzt schwarz und zerfliessen samt Hut tintenartig.

VORKOMMEN
Mai bis November meist in grossen Mengen auf gedüngten Böden wie Weiden, Äcker, Gärten, selten in Wälder

WERT
Guter Speisepilz solange die Lamellen weiss sind

VERWECHSLUNGSMÖGLICHKEITEN
Faltentintling (Coprinus atramentarius) wächst büschelig an ähnlichen Standorten, hat jedoch einen längsgefurchten Hut, der aschgrau und nur in der Mitte mit feinen, bräunlichen, abwischbaren Schüppchen besetzt ist; zusammen mit Alkohol verursacht dieser Pilz das
Coprinus Syndrom

SYNONYME
Schopf-Tintling; Spargelpilz; Coprinus comatus;

GRUPPENZUGEHÖRIGKEIT
Pilze; Speisepilze; Tintlinge; Coprinus spp;

LITERATUR

1. Bresinsky A; Besl H: Giftpilze Ein Handbuch für Apotheker, Ärzte und Biologen. Wissenschaftlicher Verlagsgesellschaft Stuttgart 1985


2. Breitenbach J: Pilze der Schweiz. Verlag Mykologigia Luzern 1991


3. Cetto B: Enzyklopädie der Pilze Band 1-4; BLV Verlagsgesellschaft München Wien Zürich 1987


4. Flammer R; Horak E: Giftpilze. Pilzgifte. Erkennung und Behandlung von Pilzvergiftungen. Sporenschlüssel. Franksche Verlagshandlung, w. Keller + Co Stuttgart 1983


5. Garnweidner E: GU Naturführer Pilze Die wichtigen Pilze Mitteleuropas erkennen und bestimmen. Gräfe und Uncer 13. Auflage 1999


6. Michael E; Henning B: Handbuch der Pilzfreunde. Quelle und Meyer, Heidelberg 1968


7. Moser M: Kleine Kryptogamenflora; Die Röhrlinge und Blätterpilze. Gustav Fischer Verlag; Stuttgart, New York 1978