SCHWARZFASERIGER RITTERLING (Tricholoma portentosum)

SCHWARZFASERIGER RITTERLING (TRICHOLOMA PORTENTOSUM) Bild 1 
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Haberl B; Zilker Th 2000

BESCHREIBUNG
Hut: 4-12 cm Durchmesser, jung glockig gewölbt, dann ausgebreitet und flachgebuckelt, Hutrand lange eingebogen. Farbe aschgrau bis dunkelgrau/braun, oft mit gelblichen, grünlichen oder lila Beitönen. Oberfläche glatt, mit eingewachsenen dunklereren, langen, radialen Fasern bedeckt.
Lamellen: jung weiss, dann gelblich fleckend, dicklich, schwach ausgebuchtet bis angewachsen. Sporenpulver weiss.
Stiel: 5-10 cm lang, längsfaserig, weisslich, gelb fleckend.
Fleisch: weisslich, schwach mehlartiger Geruch und Geschmack.
TYPISCHE MERKMALE: Mittelgrosser Pilz mit grauem Hut und dunklerer, eingewachsener Radialfaserung, weiss bis gelbliche Lamellen und Stiel, milder Geschmack.

VORKOMMEN
September bis Dezember vor allem in Nadelwäldern, selten in Laubwäldern.

WERT
Essbar

VERWECHSLUNGSMÖGLICHKEITEN
GIFTIGE DOPPELGÄNGER:
Tigerritterling (Tricholoma pardalotum) ist vom Wuchs her kräftiger, sein silbergrauer Hut ist mit groben, graubraunen Schuppen besetzt, die Lamellen und die Stielspitze sind mit Wasserperlen besetzt.
Innerhalb der Gattung Ritterlinge (Tricholoma) gibt es eine Reihe von grauhütigen Arten die sich ähnlich sehen und eine
Pilzvergiftung mit Magen-Darm-Reizung auslösen können !
ESSBARE DOPPELGÄNGER:
Maeusegrauer Erdritterling (Tricholoma terreum) unterscheidet sich durch seinen filzigen, grauen Hut, den weissgrauen Lamellen und Stiel, die nicht gilben.

SYNONYME
Grauer Ritterling; Russkopf; Rußkopf; Russiggestreifter Ritterling; Tricholoma portentosum;

GRUPPENZUGEHÖRIGKEIT
Pilze; Speisepilze; Ritterlinge; Tricholoma spp;

LITERATUR

1. Bresinsky A; Besl H: Giftpilze Ein Handbuch für Apotheker, Ärzte und Biologen. Wissenschaftlicher Verlagsgesellschaft Stuttgart 1985


2. Breitenbach J: Pilze der Schweiz. Verlag Mykologigia Luzern 1991


3. Cetto B: Enzyklopädie der Pilze Band 1-4; BLV Verlagsgesellschaft München Wien Zürich 1987


4. Flammer R; Horak E: Giftpilze. Pilzgifte. Erkennung und Behandlung von Pilzvergiftungen. Sporenschlüssel. Franksche Verlagshandlung, w. Keller + Co Stuttgart 1983


5. Garnweidner E: GU Naturführer Pilze Die wichtigen Pilze Mitteleuropas erkennen und bestimmen. Gräfe und Uncer 13. Auflage 1999


6. Michael E; Henning B: Handbuch der Pilzfreunde. Quelle und Meyer, Heidelberg 1968


7. Moser M: Kleine Kryptogamenflora; Die Röhrlinge und Blätterpilze. Gustav Fischer Verlag; Stuttgart, New York 1978