SPEISETÄUBLING (Russula vesca)

SPEISETAEUBLING (RUSSULA VESCA) Bild 1 
(auf Bilder klicken für die volle Größe der Bilder)

Haberl B; Zilker Th 1999

BESCHREIBUNG
Hut: Durchmesser 5-10 cm, jung halbkugelig, später flach ausgebreitet mit vertiefter Mitte, Farbe variiert von typisch hell- bis dunkelfleischrot bis bräunlich mit grauen Flecken, Huthaut am Rand zurückgezogen, so dass Lamellen überstehen und der Rand weiss ist.
Lamellen: weiss, im Alter rostfleckig, weich, wenig gegabelt, dichtstehend, am Stiel abgerundet oder leicht herablaufend angewachsen, Sporenpulver weiss
Stiel: 3-5 cm lang, weiss, rostbraun oder gelblich fleckend,
fest, im Alter schwammig, am Grund etwas zugespitzt
Fleisch: weiss, oft rostfleckig, unter der Huthaut fleischrot, milder Geschmack
TYPISCHE MERKMALE: Mittelgrosser Lamellenpilz mit weissen, oft rostfleckigen Lamellen, die am Hutrand überstehen. Hutfarbe fleischrot, Stiel am Grund zugespitzt, milder Geschmack

VORKOMMEN
Juni bis Oktober in Laub- und Nadelwäldern

WERT
Essbar

VERWECHSLUNGSMÖGLICHKEITEN
Zu den häufigsten Verwechslungen kommt es sicherlich innerhalb der Gattung der Täublinge (Russula) mit ähnlichen Farben des Hutes. Nicht geniessbare Täublinge werden selten verspeist, da sie meist bitter oder scharf schmecken.
UNGENIESSBARE TÄUBLINGE: Speitaeubling (Russula emetica)
Buchen-Speitaeubling (Russula mairei),
Gallentaeubling (Russula fellea), Stinktäubling (Russula foetens),
ESSBARE TÄUBLINGE: Frauentaeubling (Russula cyanoxantha)
Goldtaeubling (Russula aurata), Wieseltäubling (Russula mustelina), Ledertäubling (Russula integra)
TÖDLICH GIFTIGE DOPPELGÄNGER:
Gruener Knollenblaetterpilz (Amanita phalloides)
Weisser Knollenblaetterpilz (Amanita verna)
Kegelhuetiger Knollenblaetterpilz (Amanita virosa)
Die Knollenblätterpilze haben an der Stielbasis immer eine von weissen, häutigen Hüllresten umgebene, deutliche Knolle und einen Ring am Stiel. Die Lamellen sind reinweiss und nicht am Stiel angewachsen. Die Knollenblätterpilze (Amanita) erscheinen eher schlank und hochgewachsen, während die Täublinge (Russula) dagegen gedrungen und kräftig aussehen.

SYNONYME
Speise-Täubling; Russula vesca;

GRUPPENZUGEHÖRIGKEIT
Pilze; Speisepilze; Täublinge; Russula spp.;

LITERATUR

1. Bresinsky A; Besl H: Giftpilze Ein Handbuch für Apotheker, Ärzte und Biologen. Wissenschaftlicher Verlagsgesellschaft Stuttgart 1985


2. Cetto B: Enzyklopädie der Pilze Band 1-4; BLV Verlagsgesellschaft München Wien Zürich 1987


3. Flammer R; Horak E: Giftpilze. Pilzgifte. Erkennung und Behandlung von Pilzvergiftungen. Sporenschlüssel. Franksche Verlagshandlung, w. Keller + Co Stuttgart 1983


4. Garnweidner E: GU Naturführer Pilze Die wichtigen Pilze Mitteleuropas erkennen und bestimmen. Gräfe und Uncer 13. Auflage 1999


5. Michael E; Henning B: Handbuch der Pilzfreunde. Quelle und Meyer, Heidelberg 1968


6. Moser M: Kleine Kryptogamenflora; Die Röhrlinge und Blätterpilze. Gustav Fischer Verlag; Stuttgart, New York 1978